nächster Termin: 24.5.16                Mitgliederversammlung  Beginn: 18:30Uhr


Zwei Neue für Rot-Weiss Staßfurt (Volksstimme vom 18.5.16

Von Enrico Werner

Staßfurt l Bilal Shagluf hatte am Dienstag Abend auf dem Weg zum Training in Staßfurt ein sehr wichtiges Papier in der Tasche. Der 18-Jährige trug in bleiernen Lettern seine Handball-Zukunft mit sich herum. „Es ist unterschrieben. Alles ist klar“, sagt Shagluf begeistert. Dienstag Abend hatte er seinen Vertrag beim neuen Verein abgegeben.

Bilal Shagluf ist einer von zwei Neuzugängen, die der HV Rot-Weiss Staßfurt in der Handball-Oberliga gestern bekanntgegeben hat. Shagluf spielte bis 2015 beim USV Halle. Letzte Saison war er beim HC Aschersleben in der Oberliga aktiv, war dort als dritter Torhüter aber „unzufrieden.“ Er kam an Mantas Gudonis und Dino Spiranec nicht vorbei.

Davon hatte auch Patrick Schliwa Wind bekommen. Der Staßfurter Präsident rief Shagluf an, lud ihn kurzerhand zum Probetraining ein. Vor etwa vier Wochen durfte er sich beweisen. „Und er hat überzeugt“, sagt Schliwa. „Das ist eine echt nette Truppe“, lobt Shagluf. „Ich denke, hier kann ich mich besser entwickeln.“ Auch, wenn er klar vermittelt bekommen hat, dass er nicht unbedingt Stammtorhüter sein wird. „Aber das ist ok. Ich bin ein junger Torwart“, meint der Magdeburger Maschinenbau-Student. Eines war ihm aber sofort aufgefallen: „Das Training war anstrengender als in Aschersleben.“ Und er freut sich auf den neuen Verein: „Man spielt ja nicht gern in Staßfurt. Das ist ein richtiger Hexenkessel“, sagt Shagluf. Nun hat er diesen also nicht mehr gegen sich. Nun wird der Hexenkessel für ihn schreien.

Der 18-jährige Shagluf ist der Beweis für den neuen Weg, den der Verein einschlagen will. „Wir wollen uns perspektivisch verjüngen“, erklärt Schliwa. „Und unseren Kader nicht jedes Jahr umbauen.“

Auch der zweite Neuzugang passt in dieses Konzept. Niclas Kaiser wechselt vom abgestiegenen TSG Calbe nach Staßfurt. Der 20-jährige Rechtsaußen wollte weiter Oberliga spielen. „Ein Konterspieler, sehr sprungstark“, schätzt Schliwa den Linkshänder ein. „Ich kenne ihn noch vom Sportgymnasium.“ Kaiser studiert an der Polizeihochschule in Aschersleben. Sowohl Kaiser als auch Shagluf haben erst einmal Einjahres-Verträge bekommen.

Dazu sollen noch drei weitere Spieler kommen, bei denen der Verein zum Teil relativ weit ist in den Gesprächen: Ein Linksaußen, ein Deckungsspieler und ein Aufbauspieler. So sind die Staßfurter mit einem ausländischen Spieler kurz vor dem Vollzug. Auch Spieler aus dem eigenen Nachwuchs sollen vermehrt in den Fokus rücken. „Toni Fanseloh soll die Vorbereitung mitmachen. Er ist auf einem sehr guten Weg“, sagt Schliwa.

Das sind viele gute Nachrichten, die die eine eher unschöne Info überstrahlten. Mike Ortmann ist nämlich zum 1. Mai aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Stellvertreter von Präsident Schliwa, der im Verein als Übungsleiter für den Nachwuchs, als Schiedsrichter und auch als Zeitnehmer aktiv war, bekommt Handball und Beruf nicht mehr unter einen Hut. Im Bösen ist er aber nicht gegangen. „Er hat eine super Arbeit gemacht. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute“, sagt Schliwa. Am 24. Mai finden dann in der Paul-Merkewitz-Halle in Staßfurt die Vorstandswahlen statt. „Jeder kann sich melden“, meint Schliwa.

0 Kommentare

Alt-Herren-Turnier zum Saisonabschluß

Am 21.05.16 wird in der PMH ab 10:00 Uhr erneut der Aurec-Wanderpokal hart umkämpft sein.

Mannschaften aus Aschersleben,  Bernburg,  Köthen,  Oschersleben und Staßfurt haben ihre Teilnahme zugesichert.

Einerseits überwiegt die Freude der Männer Ü40 -"Alte Herren",  den Rivalen einstiger Lokalderbys erneut zu begegnen, jedoch auf der PLATTE wird kein Tor zu verschenken sein - da glühen die Herzen für den Spielgewinn.

Die Trainingsvorbereitungen laufen, laufen gut.

0 Kommentare

Bericht Volksstimme vom 9.5.16

Oberligist Rot-Weiss Staßfurt beendete die Saison mit einem 19:16-Sieg gegen Plauen-Oberlosa.

Von Enrico Werner

Staßfurt l Sebastian Scholz strich sich zweimal über die kurz geschorenen Haare, winkte schüchtern den applaudierenden Zuschauern zu und musste kämpfen. Gerade hatte der Linksaußen von Handball-Oberligist HV Rot-Weiss Staßfurt einen Korb mit ein paar Präsenten erhalten, da stiegen dem 27-Jährigen sichtlich ein paar Tränen in die Augen. Die Verabschiedung vor der Partie am Sonnabend gegen Plauen-Oberlosa ging ihm sehr nahe.

Da stand Scholz neben Patrick Tuchen, Nils Hähnel, Tobias Rindert und Alexander Ernst und musste Abschied nehmen. Über die Lautsprecher lief „Time To Say Goodbye“. Das Quintett hört auf mit dem Handballspielen. Berufliche Verpflichtungen, andauernde Verletzungssorgen oder das Laufbahnende – die Gründe sind zahlreich. Schon vor dem Anwurf erhielt das Spiel so einen ganz besonderen Rahmen.

Staßfurt feierte noch mal einen Sieg und beendete die Saison auf Rang neun. Mit 19:16 (10:9) wurden die Gäste aus Sachsen besiegt, obwohl es nicht mehr um so viel ging. Trotzdem: „Die Einstellung war vorbildlich“, lobte Staßfurts Trainer Uwe Werkmeister. „Wir hatten einen gut aufgelegten Torhüter. Die Abwehr stand so schlecht nicht.“ Gleich drei Siebenmeter entschärfte Schlussmann Tuchen. Auch deshalb kassierte Rot-Weiss bis zur Halbzeit nur neun Tore. Am Ende waren es gerade mal 16. Vorn wurde Nils Hähnel wieder zum Matchwinner. Seine sieben Treffer waren entscheidend.

Bilder

Tuchen und Hähnel konnten sich so mit tollen Leistungen verabschieden. Sie unterstrichen, wie groß nicht nur der Verlust der beiden ist. „Sehr, sehr schmerzhaft“, nannte Werkmeister die Abgänge. „Jeder ist individuell. Die Spieler sind nicht ersetzbar. Aber es geht immer weiter.“ Ein Umbruch muss her, weil zudem Kevin Engelhardt und Martin Dittmar nur noch für das Reserve-Team in der Verbandsliga auflaufen sollen. Es wird viel passieren in Staßfurt. In den nächsten Wochen sollen Spieler bekanntgegeben werden, die auch „charakterlich hereinpassen müssen“, sagte Werkmeister.

Bevor der Umbruch konkret wird, war am Sonnabend aber noch viel Zeit für warme Worte und Danksagungen. „Man kann die Mannschaft nicht genug loben. Sie hat nicht nur normalen Kampfgeist. Das ist mit Worten nicht zu beschreiben. Das habe ich vorher noch nicht erlebt“, betonte Werkmeister.

Der Teamgeist ist anders als bei anderen Vereinen. „Das hat mich so lange hier gehalten“, sagte Sebastian Scholz, der seinen Job bei einem Motorrad-Hersteller in Magdeburg nur noch schwer mit dem Sport vereinbaren kann. „Es war eine geile Zeit. Mein Herz hängt an diesem Verein.“ Knapp zehn Jahre war Scholz dabei, erlebte die Insolvenz des Vorgängervereins Concordia 2009 mit. All diese Erinnerungen kamen nun hoch. Scholz kam in der Ecke der Halle aus dem Händeschütteln nicht mehr heraus. Jeder wollte ihm alles Gute wünschen. „Die Flamme geht nie aus“, gab ihm ein Zuschauer mit auf den Weg. „Nie.“ Scholz nickte. „Das stimmt.“ Das zeigte, wie besonders der Verein auch für viele Fans, Freunde, Beteiligte im Umfeld war und ist.

„Ich hatte eine Gänsehaut“, sagte Hähnel, der vorher ein „bisschen aufgeregt“ war. Danach wurde er als bester Spieler der Saison geehrt. Auch der 25-jährige Rückraum-Hüne macht Schluss. Einfach war das auch für ihn nicht. „Da kann man als Mann auch mal weinen“, meinte Hähnel und schluckte.

Aber auch Rindert, Ernst und Tuchen bekamen ergreifende Verabschiedungen. Für Rindert zumindest hatte das Spiel einen faden Beigeschmack. Er fiel in der ersten Halbzeit unglücklich auf den Boden. Es besteht der Verdacht auf einen Mittelhandbruch. Maurice Wilke bekam nach einem Sprint muskuläre Probleme. So mussten andere noch mal ran. Der lange verletzte Sebastian Retting hatte drei Kurzauftritte an der Siebenmeter-Linie. Er traf dreimal.

Es war dann irgendwie aber doch alles gut. Ein wohliger Schleier des Abschieds lag über der Paul-Merkewitz-Halle in Staßfurt. Mit Handball ist es erstmal vorbei. Über Pfingsten fliegt die Mannschaft nach Mallorca und genießt den Klassenerhalt, den Staßfurt vor zwei Wochen klar gemacht hatte. „Das haben sie sich verdient. Sie können verdammt stolz sein“, sagte Werkmeister. „Da dürfen die Spieler auch mal über die Stränge schlagen.“ Und auch der Trainer muss jetzt mal andere Dinge sehen. Werkmeister macht Familienurlaub an der Müritz. Auch er braucht etwas Auszeit und Kraft für eine neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga.

Staßfurt: Tuchen, Schliwa - Dittmar, Kloppenburg, Mennecke, Retting (3/3), Jacobi (3), Ernst (1), Engelhardt, Rach, Hähnel (7), Scholz (1), Rindert, Secara (2), Wilke (2)

Siebenmeter: Staßfurt 3/3 - Plauen 3/0; Zeitstrafen: Staßfurt 2 - Plauen 0, Rot: Robert Mennecke (Staßfurt, 43.)

0 Kommentare

HV Rot Weiß Staßfurt - HC Burgenland  29:31

Gedanken zum Spiel

Gedanken zu Spiel

Dies soll hier keine Spielanalyse sein. Mir geht es darum die aktuelle Stimmungslage zu analysieren. Was man mit einer positiven Grundstimmung und dem unbedingten Willen aller Beteiligten (Spieler, Trainer, Zuschauer gesamter Verein inkl. Nachwuchs) erreichen kann, zeigt uns momentan Freiberg. Davon sind wir meilenweit entfernt.

Nach dem Spiel wurde noch lange über mögliche Ursachen der Niederlagenserie unter den Zuschauern diskutiert. Und derer gibt es viele. Da wäre zum Einen die geringe Zuschauerzahl. In letzter Zeit hat sich die Merkewitz – Hölle leider mehr in eine relativ ruhige Halle verwandelt.

Ein weitere Grund ist sicherlich ein viel größerer Ballast für die Mannschaft. Die Verletzung von Sebastian Retting hat offensichtlich zu einer enormen Schwächung der Mannschaft geführt. Rein personell ist der Trainer gezwungen, mehr aus der Not heraus seine Taktik zu gestalten.

Eins kann man der Mannschaft aber nicht absprechen. Sie zeigt Herz und Leidenschaft. Da aber einige Spieler auch in ein höheres Handballalter gekommen sind, zeigen sich auch gerade in den Schlussphasen konditionelle Abnutzungserscheinungen.

Welche Alternative gebe es denn dazu. In der zweiten Mannschaft gibt es junge Spieler, die sicherlich eine Unterstützung liefern könnten. Selbst fünf Minuten können manchmal Wunder bewirken. Doch leider ist die Philosophie, dass die Zweite eigentlich die Reserve für die Erste sein soll, nicht bei allen Spielern angekommen. Das stimmt mich traurig. Wir sind doch ein Verein.

Ein Paradebeispiel an Loyalität zum Verein lieferte gestern Tobias Ortmann ab. Obwohl er keine Minute spielte, feuerte er sein Mannschaftskameraden auf der Bank während der ganzen 60min an und stellte sich in der Pressekonferenz mit eine beeindruckenden Rede hinter die Mannschaft. Dazu meine Hochachtung.

Wir haben also viele Dinge selbst in der Hand, um die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu erreichen. Lasst uns der Öffentlichkeit an den beiden letzten Spieltagen zeigen, dass wir zu unserem Verein stehen.

 

Oliver Walter

mehr lesen 4 Kommentare

HV Rot Weiß Staßfurt - Lok Pirna  26:27

Bericht aus der Volksstimme vom 4.4.16

Nur ein Fehler, der entscheidet

Von

Frank Nahrstedt    
Staßfurt l Uwe Werkmeister konnte dem HV Staßfurt nur in einer Situation Fehlverhalten vorwerfen. Allerdings war es die entscheidende Szene. Weil der Mitteldeutsche Handball-Oberligist gegen Lok Pirna sechs Sekunden vor dem Ende nicht konsequent den Rückraum Mitte attackierte, durfte dieser unbedrängt abschließen und zum 27:26 (9:12)-Sieg der Gäste treffen. Wenngleich diese Szene ärgerlich war und die Staßfurter um den verdienten Punktgewinn gebracht hat, „so darf man nicht vergessen, dass Pirna eine Spitzensmannschaft ist“, betonte Werkmeister. Und während der HVS den Ausfall von Sebastian Retting, der sich einen Innenbandriss zugezogen hat und bis zum Saisonende ausfällt, mit viel Einsatz und zusätzlichen Laufwegen kompensierte, wechselten die Gäste „auf allen Positionen mit hoher Qualität“, sodass im Endspurt der Kraftvorteil vorhanden war.

Erste und Zweite Welle

Mit Nils Hähnel war nur noch ein Rückraum-Shooter übrigen geblieben. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Gäste darauf einstellten. Daher forcierte der HVS das Tempo, wollte aus einer starken Abwehr heraus Konter fahren, beziehungsweise über die Erste und Zweite Welle einfache Treffer erzielen. „Das ist uns ganz gut gelungen.“ Mit viel Einsatz in der 6-0-Deckung mit Robert Mennecke und Hähnel im Innenblock sowie einem aufmerksamen Maurice Wilke, der mehrere Ballgewinne erzwang, fand auch Keeper Sebastian Schliwa in die Partie. In der ersten Hälfte parierte er bereits neun Würfe auf seinen Kasten. Zudem hatte Hähnel bis zum 10:5 (23.) auch im Positionsangriff ein gutes Händchen bewiesen und war maßgeblich am Vorsprung beteiligt. Dann stellte Pirna auf eine 5-0-1-Deckung um. „Doch auch dafür hatten wir gute Lösungen parat“, lobte Werkmeister. Für Retting sprangen nun Tobias Rindert und Maurice Wilke in die Bresche, wirbelten im Rückraum sehr viel und versuchten, Würfe zu kreieren beziehungsweise Oliver Jacobi am Kreis anzuspielen. „Das hat in der ersten Halbzeit zunächst gut funktioniert“, betonte der Coach.

Keine Belohnung

Nach dem Wechsel war es eine knappe Partie. Mit viel Einsatz hielt Staßfurt das Geschehen ausgeglichen. Doch insgesamt vergaben die Hausherren zu viele Möglichkeiten, verpassten im Endspurt von außen und per Siebenmeter die Chance zur Führung. „Es war sogar ein Sieg möglich, ein Punktgewinn wäre verdient gewesen“, schätzte Werkmeister ein. „Es ist schade, dass wir für unseren Einsatz und unseren Kampf nicht belohnt wurden. Wir hatten unsere Möglichkeiten. Insgesamt konnte man aber mit unseren Auftritt zufrieden sein.“ Lediglich in den letzten sechs Sekunden produzierte Staßfurt einen entscheidenden Fehler, der ein besseres Ergebnis und mögliche Punkte kostete.

mehr lesen 0 Kommentare

Stadtrat beschließt Betriebskostenbeteiligung

Auf der heutigen Stadtratssitzung haben die Stadträte der Betriebskostenbeteiligung für Sportstätten mehrheitlich zugestimmt. Damit muß der HV Rot Weiss in Zukunft für einen Teil der Betriebskosten in der PMH aufkommen. Wie viel das sein wird, entscheiden die Stadträte in einer der nächsten Sitzungen.

0 Kommentare

nächste Termine