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Wie alles begann...

Die Geschichte des Handballs in Staßfurt genießt eine lange Tradition. Sie reicht zurück bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 1927 nahm die damalige Turn- und Sportvereinigung Staßfurt erstmalig mit einer Handballmannschaft erfolgreich am Handballwettkampfbetrieb teil. 1929 waren es bereits drei Mannschaften, die den Handballsport aktiv betrieben. Zur damaligen Zeit wurden die Spiele noch auf den Rasenflächen der umliegenden Sportplätze ausgetragen. Um den Handball auch bei schlechtem Wetter nachgehen zu können, fand 1947 erstmalig ein Handballspiel in der eigenen städtischen Turnhalle in Staßfurt statt. Nur zwei Jahre darauf wurden die ersten Jugendturniere organisiert.

BSG Aktivist Staßfurt

Es war das Jahr 1951 als die erste Sektion Handball bei der BSG Aktivist Staßfurt, unter dem Träger des Kali- und Steinsalzwerkes Staßfurt ins Leben gerufen wurde. Noch im selben Jahr wurde die Turnhalle für den Handball neu hergerichtet und trug ab sofort den Namen „Glück auf“ Sporthalle. Der Name der Halle kam nicht von ungefähr. Neben dem Handballsport blickt die Stadt Staßfurt auf eine Bergbautradition zurück und galt als Wiege des weltweiten Kalibergbaus. Hier in unserer Stadt war das einstige Königlich Preußische Salzbergwerk mit den beiden Schächten von der Heydt und von Manteuffel das erste Kalibergwerk der Erde angesiedelt.

Neben dem Bergbau und aufgrund des reichhaltigen Kalkstein- und Steinsalzvorkommen, hat die Produktion von Soda eine über hundertjährige Tradition in Staßfurt. Und so wurde im Jahr 1951 eine weitere Sektion Handball, die BSG Chemie Staßfurt unter dem Träger Sodawerke Staßfurt ins Leben gerufen.

Mit der Paul - Merkewitz – Halle kommen die ersten großen Erfolge

1952 war durch die Umbenennung der "Glück auf" Sporthalle das Geburtsjahr der hierzulande berühmten Paul - Merkewitz - Halle. Handballsport erfreute sich einer immer größeren Beliebtheit und so nahm im Jahr 1956 die SG Dynamo Staßfurt/Neundorf ihren Spielbetrieb auf. Auch der Jugendbereich erfreute sich einem stetigen Zulauf und die ersten großen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. So wurde die B-Jugend von Motor Staßfurt bereits im Jahr 1958 DDR-Meister.

Auf- und Abstieg Dynamo/Motor Staßfurt

Es war im Jahr 1972. Der amerikanische Präsident Richard Nixon reiste nach China, um die Beziehungen seines Landes zur Volksrepublik zu vertiefen. Auch zwischen der Bundesrepublik und der DDR normalisierten sich die Verhältnisse dank Transitabkommen und Grundlagenvertrag.

In der Bodestadt gründete sich derweil die Spielgemeinschaft Dynamo/Motor Staßfurt. Gleich im Jahr darauf stieg das Team als Bezirksmeister in die DDR-Liga auf. Das Abenteuer zweithöchste Spielklasse des Landes dauerte zwar nur kurz, es folgte im Jahr 1975 der Abstieg in die Bezirksliga.

Doch dann begann in der darauffolgenden Saison mit dem erneuten Aufstieg eine bis zur Wende andauernde erfolgreiche Zeit in der DDR-Liga, Staffel Nord. Höhepunkte waren ein dritter Platz in der Saison 1977/1978, sowie eine Halbserie lang die Tabellenführung in der Spielzeit 1986/1987, als man sogar mit dem Aufstieg in die DDR-Oberliga liebäugelte.

Die Handballhochburg Staßfurt

Die Mannschaft der SG Dynamo/Motor Staßfurt in der Saison 1987/1988 (hv.l.): Mannschaftsverantwortlicher Achim Dobbert, Wolf-Dieter Fricke, Werner Randhagen, Michael Ulrich, Karl-Heinz Maruhn, Fred Lenz, Michael Knorr, Holger Conrad, Holger Reim, Spielertrainer Hartmut Roscher, Gerald Kummer, Sektionsleiter Jens Schingale, (v.v.l.) Jürgen Lenz, Rainer Schmidt, René Westram, Patrick Schliwa, Andreas Biermann und Peter Künzl. Es fehlt verletzungsbedingt Dirk Busche.Fotos/Repro (2): Privatarchiv Maruhn

Mannschaftskapitän war Karl-Heinz Maruhn, der zur Saison 1980/1981 aus Halle-Neustadt zurückgekehrt war. "Staßfurt ist und war immer eine Handball-Hochburg", erinnert er sich. Von den Bedingungen und Anforderungen her war die Sektion Handball in Staßfurt dem Spitzensport zugeordnet. "Wir haben auch im Winter jeden Tag trainiert, um mithalten zu können."

Zusammen mit Spielertrainer Hartmut Roscher, ebenfalls Jahrgang 1957 und Werner Randhagen, mit Jahrgang 1947 einer der älteren im Kader, bildete er den Stamm des Teams. Sie waren unter anderem die Vorbilder für junge, aufstrebende Talente wie Patrick Schliwa, Jens Lingott (beide heute noch im Verein tätig) oder Michael Ulrich. "Wir wurden väterlich aufgenommen", blickt Schliwa auf die Zeit zurück. Nach der Wende zerfiel die Mannschaft allerdings.

Geburtsstunde des SV Concordia Staßfurt e.V

Nach den erfolgreichen Jahren folgte im Jahr 1990 eine kleine Pause und durch teilweise gesellschaftliche Umbrüche löste sich Handballmannschaft auf. Die Begeisterung für den Handballsport war ungebrochen und so gründeten einige Enthusiasten einen neuen Verein, den PSG Concordia.

1991 folgte der Zusammenschluss von der PSG und Motor Staßfurt. Es war die Geburtsstunde des SV Concordia Staßfurt e.V., der sich in den darauffolgenden Jahren zu einem der mitgliedsstärksten Vereine in der Region entwickelte. Es folgten viele erfolgreiche Jahre, in denen der Handballsport in Staßfurt auch seinen Höhepunkt fand.

In der Saison 1991/92 holte der Verein im Männerbereich Handball den Meistertitel und zwei Landesmeistertitel im Nachwuchsbereich. Aufgrund der anhaltenden Erfolge wurde bereits im darauffolgenden Jahr Staßfurt Landesleistungsstützpunkt im Handballverband Sachsen-Anhalt.

1995 konnte die 1. Männermannschaft an den vorherigen Erfolgen nahtlos anknüpfen und wurde erneut Landesmeister und stieg in die Regionalliga Nord auf.

Der Jugendbereich des SV Concordia brachte viele Talente durch die professionelle Arbeit der Jugendtrainer hervor. So wurde die C-Jugend im Jahr 1997 unter anderem erstmalig Norddeutscher Meister.

Die goldenen Jahre der Handballhochburg

Nicht nur die Männer wussten wie man Handball spielt, auch die Frauen im Verein waren sehr erfolgreich. So konnte die erste Frauenmannschaft im Jahr 2003 gleich zwei Titel einfahren und wurde neben Landesmeister auch noch Pokalsieger.

2006 war eins der erfolgreichsten Jahre des Handballsport des SV Concordia Staßfurt. Die erste Männermannschaft erzielt völlig überraschend einen sagenhaften zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord. Im selben Jahr knüpfte die erste Frauenmannschaft an den Erfolg der vergangenen Jahre an und wurde erneut zum Pokalsieger gekrönt.

Mannschaft Saison 2004/2005
Andreas Stops, Steffen Koppius, Stigm Rasmussen, Andreas Jesse, Daniel Maschke, Steffen Wartmann, Jens Wienöbst, Jörg Friedrich, Philipp Hickethier, Swajunas Kairis. Volker Wartmann, Matthias Lache, Sebastian Hoppe, Sebastian Retting, Maik Abel, Dirk Heinrichs, Mathias Schröder, Jens Lingott

Zusammenarbeit mit dem Traditionsverein SC Magdeburg

Durch die Erfolge wurden auch große Traditionsvereine wie der SC Magdeburg auf den Handball in der Bodestadt aufmerksam. Und so wurde im Jahr 2007 zusammen mit dem SC Magdeburg eine Jugendspielgemeinschaft zur Nachwuchsförderung gegründet.

In den darauffolgenden Jahren erfolgte ein Umbruch in den Handballligen und so spielte die erste Männermannschaft in der neu gegründeten Mitteldeutschen Oberliga, in der sie noch heute erfolgreich vertreten ist.